Kunst oder Technik

Kunst oder Technik? Dies ist eine metallografische Probe aus einem additiv gefertigten Bauteil aus Edelstahl nach einer Präparation für das Lichtmikroskop.

© BAM, Fachbereich Materialographie, Fraktographie und Alterung technischer Werkstoffe

Wir fühlen die Oberfläche eines Objekts, betrachten es oder hören, wie es klingt, wenn man darauf klopft. Vielleicht halten wir das Glas oder das Stück Plastik gegen das Licht und prüfen, ob das Licht gleichmäßig durchscheint oder ob Fehlstellen zu erkennen sind. Wir alle prüfen fast täglich mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, ob Gegenstände in Ordnung sind. Nichts anderes machen die Mitarbeiter*innen der BAM, wenn sie zerstörungsfrei prüfen. Auch sie wollen Materialfehler erkennen, ohne die Gegenstände zu beschädigen. Allerdings stehen ihnen viel mehr und bessere Mittel für ihre Arbeit zur Verfügung. Und sie prüfen für einen guten Zweck. Es geht immer um Schadensverhütung und um das Vermeiden von Gefahren für Menschen, Dinge und die Umwelt. Es geht auch darum zu erkennen, ob der Gegenstand, z. B. das Bauteil oder eine Brücke, auch in Zukunft noch einwandfrei funktionieren wird. Immer wichtiger wird auch, die Eigenschaften neu entwickelter Materialien zu erforschen. Es steht keineswegs immer von vorn herein fest, ob neue industrielle Methoden einwandfreie und vor allem sichere Komponenten produzieren.

Die BAM trägt zusammen mit Partnern aus der Wissenschaft und Wirtschaft dazu bei, dass die Qualität von Materialien und Bauteilen heute und in Zukunft stimmt. Für ihre Arbeit verwenden die Ingenieur*innen, Wissenschaftler*innen und Techniker*innen der BAM u. a. hochempfindliche zerstörungsfreie Prüfmethoden, z. B. die Ultraschallprüfung, Radar, die Röntgen-Computertomografie (CT), die Infrarot-Thermografie, die Wirbelstrom- und Streufeldverfahren, verschiedene spektroskopische Verfahren, die Lichtmikroskopie oder die Rasterelektronenmikroskopie. Bilder spielen für die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) eine wichtige Rolle. Manchmal entstehen ganz nebenbei sogar Bilder, die Kunstwerken ähneln.