Beton ist der am meisten verwendete Baustoff der Welt: Viele Millionen Tonnen Beton werden jedes Jahr verbaut. Er bildet das Fundament unserer Infrastruktur – von Straßen, über Brücken, Bahntrassen und Flughäfen. Und er schützt uns vor Regen, Kälte und Naturkatastrophen. Seine Mischung aus Sand, Kies, Zement und Wasser – Rohstoffe, die überall vorkommen, macht ihn so populär. Auch seine Eigenschaften sind einzigartig: Beton ist flexibel, extrem robust und der einzige Baustoff, der den höchsten Anforderungen an den Brandschutz gerecht wird.

Aber Beton hat auch seine Schattenseiten: Für Herstellung von Zement, das den Hauptbestandteil von Beton bildet, werden große Mengen an Energie verbraucht und obendrein erhebliche CO2-Emissionen erzeugt. Bis zu 8% des weltweiten CO2 stammt von der Herstellung von Beton. Wenn die Beton-Industrie ein Land wäre, wäre es der drittgrößte Verursacher von CO2 nach China und den USA.

Forscherinnen und Forscher arbeiten in unterschiedlichen Projekten an nachhaltigen Lösungen. Eine deutsch-afrikanische Kooperation an der BAM hat nun eine klimagerechte Alternative entwickelt, die genauso belastbar und sicher ist wie herkömmlicher Beton…

  Biobeton

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Viel mehr als Wasser, Zement und Sand:
Die Forschung an "Bio-Beton" schafft regionale Netzwerke

Die BAM unterstützt afrikanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Forschung an Beton und Bindemitteln sowie bei der Organisation von Workshops zu nachhaltigem Zement. Die Lösungen, die die BAM mit ihren afrikanischen Forschungspartnern entwickelt, berücksichtigen immer die regionalen Gegebenheiten. So werden bei einem Projekt in Nigeria mit der Universität Lagos Schalen der Wurzeln der Cassava-Pflanze verwendet. Sie wird in Westafrika sehr häufig angebaut - ihre Schalen bleiben als Abfallprodukt jedoch bislang ungenutzt. An der Universität Lagos wird bereits seit einigen Jahren an der Verwertung der Cassava-Schalen durch Verbrennung geforscht. Ergebnis: Die Asche enthält große Anteile an Siliziumdioxid und Aluminiumoxid und eignet sich damit gut als Zementersatz im Beton.

Die Forschung zum Bio-Beton wurde 2018 mit dem deutsch-afrikanischen Innovationspreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgezeichnet. Mit dem Geld soll das erste Gebäude aus Cassava-Beton errichtet werden: Ein Wartehäuschen auf dem Gelände der Universität Lagos, das gleichzeitig als Informationszentrum für nachhaltiges Bauen dienen soll.

Weitere Informationen zur Forschung an grünem Beton an der BAM finden Sie unter www.bam.de/gruener-beton

Pantheon

Schon die alten Römer haben Beton eingesetzt:
Das Pantheon in Rom ist die größte Kuppel der Welt aus unbewehrtem Beton.

Mehr als ein Baustoff

Die erste Beton-Schallplatte der Welt wurde 2015 an der BAM aus Ultrahochleistungsbeton entwickelt. Auf der Platte ist „Satisfaction“ von den Rolling Stones zu hören.